1238 wird Glindow das erste Mal urkundlich mit dem slawischen Namen „Glina“ erwähnt, das bedeutet soviel wie Lehm. Über viele Jahrhunderte hindurch wurde hier Ton abgebaut und zu Ziegeln gebrannt.
Gewerbsmäßig begannen damit die Mönche aus dem Kloster Lehnin. Eine Urkunde belegt, dass sie den ersten Spatenstich in Glindow 1458 vornahmen und aus dem zu Tage geförderten Ton Ziegel im „Klosterformat“ brannten.
Als Theodor Fontane durch die Märkischen Lande wanderte und das Dorf Glindow besuchte, waren mehr als 50 aufragende Schornsteine sichtbar. Er traf auch die Arbeiter, die für einen Hungerlohn mit Schubkarren den Abraum abtransportierten, abschütteten und so die „Glindower Alpen“ schufen.

Heute ist die Geschichte des Ziegeleigewerbes durch das Märkischen Ziegeleimuseum im 1890 erbauten Ziegeleiturm direkt neben dem Werksgelände für Besucher dokumentiert.